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Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
20.11.2013, 14:54,
#1
Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Hi,
als Gitarrenspieler konnte ich jederzeit die Finger auf dem Griffbrett optisch kontollieren. Auf dem Stick ist es nicht so einfach, einen Schwanenhals hätte ich da gern. Die erfahrenen Stickisten dagegen, tun vielleicht so, als ob sie alles unter Sichtkontrolle hätten, aber eher als Show.
Mit dem Versuch, für die visuelle Orientierung alle C-Positionen farbig zu markieren, habe ich nicht die echte Lösung gefunden:
   
Sollte man besser nur mit dem Tastsinn und Hörkontrolle üben, und sich die C-Positionen im Gedächtnis einprägen?
   
Oder gibt es noch andere Wege?
Grüße, Jan
Antworten
20.11.2013, 20:19,
#2
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
(20.11.2013, 14:54)Yitar schrieb: Sollte man besser nur mit dem Tastsinn und Hörkontrolle üben, und sich die C-Positionen im Gedächtnis einprägen?

Hello Jan,

...IMHO ist es das Beste im Dunkeln zu Tappen...Wink

...nein, ganz im Ernst... wenn man ständig auf das Board guckt, dann bekommt man eine Nussgipfel-Haltung und dann tut's irgend wann mal mehr oder weniger heftig schmerzhaft...ich habe mir darum angewöhnt so aufrecht und gerade wie nur möglich dazustehen und eben nicht oder kaum mehr auf die Saiten zu schielen...

...die C's oder F's auswendig zu kennen ist bestimmt nicht schädlich, aber ich würde mich nicht auf bestimmte Töne fixieren, sondern eher auf Regionen...also zB. für die Linke Hand auf den Saiten 7, 8 und 9 (10string version) zwischen Bund 2 und 7,
wenn man hier die Basstöne der Gitarre sicher trifft kann man schon einiges an Gitarren-Literatur bewältigen...

...gerne würde ich auch mal andere Ansichten und Meinungen zum Thema hören...und danke Jan für den IMHO sehr wichtigen Denkanstoss...
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07.12.2013, 17:22,
#3
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Zitat:...ich würde mich nicht auf bestimmte Töne fixieren, sondern eher auf Regionen...also zB. für die Linke Hand auf den Saiten 7, 8 und 9 (10string version) zwischen Bund 2 und 7,...
Danke Balt-A-Sar,
so scheint's besser zu funktionieren.
Aber was mir meistens Probleme macht, ist das Legato auf einer Saite abwärts. Gibt's hier außer den Pull-Offs noch andere Möglichkeiten?
Huh Jan
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09.12.2013, 23:16,
#4
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Legato abwärts ist tatsächlich heikler als aufwärts, aber nur wenn man auf derselben Saite bleibt. Somit ist der Wechsel der Saite eine Lösung...
...zudem empfiehlt Greg Howard die Tonrepetition mit wechselnden Fingern auf einer Saite und einem Ton, gemäss Greg geht dann auch Legato abwärts wie aufwärts...
...IMHO bleibt nichts anderes übrig als an der Präzision der Fingerbewegungen zu arbeiten, und erstaunlicherweise halte ich es für extrem wichtig den "Moment des Loslassen der Saite" zu kultivieren...

...so oder so, Pull Off oder Legato, es bleibt viel zu tun...
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23.12.2013, 20:19,
#5
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Sehr anschaulich sieht man die Pull-offs hier:
Diatonic scale phrasing
Leider kann ich von der Bob's Geschwindigkeit nur träumen. Und zu oft tappe ich die Saite zwar in richtiger Position, aber nicht mit der Fingerkuppe, sondern gleich hinter dem Nagel (kurz geschnitten). Und das hört sich nicht gerade angenehm an. Interessant ist, das die Finger der rechten Hand dazu anfälliger sind.
Was mache ich falsch?
Huh Jan
Antworten
26.12.2013, 14:39,
#6
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Hallo Jan,

(23.12.2013, 20:19)Yitar schrieb: Was mache ich falsch?

...gar nix, Du bist wie alle einfach nur unterwegs, dh. man arbeitet an seinen Möglichkeitn und Fähigkeiten...

(23.12.2013, 20:19)Yitar schrieb: Und zu oft tappe ich die Saite zwar in richtiger Position, aber nicht mit der Fingerkuppe, sondern gleich hinter dem Nagel (kurz geschnitten).

...Du hast das Problem eigentlich selbst gepackt...


...IMHO muss man eigentlich beim Lernen aller Instrumente die Selbstwahrnehmung schärfen:
--> hören (no comment...)
--> fühlen (Körper, Rücken, Arme, Hände, Finger...)
--> denken (ja das auch, was denke ich eigentlich beim üben !?!?...)
--> sehen (vielleicht...)

...schöne Festtage und ein erfolgreiches 2014...
Antworten
04.01.2014, 14:06,
#7
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Ja, erstmals ... ein erfolgreiches 2014,
und danke für die 4 Gebote Angel Idea
Endlich fängt es an, bei den Pull-Offs gleichmäßig zu klingen und auch die Orientierung ohne Sichtkontrolle wird zunehmend leichter.
Gestern habe ich Greggs neues Video entdeckt
J.S.Bach Bourée in E Minor
und gleich angefangen zu üben. Zuerst die rechte Hand. Aber ich freue mich schon auf die Bassläufe, und dann die Linke und die Rechte zusammen Rolleyes
Antworten
03.10.2016, 20:09,
#8
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
Hallo,
nach einer langen Pause (Augen OPs).
Nachdem ich Steve Adelson's STICKOLOGY mit Mühe aus AmE to DE transponiert habe, ist mir klar, dass die Geometrie der Intervalle das Wichtigste für die Orientierung auf dem Stick-Griffbrett ist.
Für die Fingersätze der linken Hand auf den Basssaiten in Quinten, versuchte ich von der Violoncello-Technik zu lernen. Die erste Lage mit den leeren Saiten ist für das Tappen vor dem Dampfer unbrauchbar. Bisher habe ich noch kein Schema für Skalen mit Lagenwechsel gefunden. Welcher Stütz-Finger, wo hin gehört.
Hat jemand irgendein Link zu Cello oder sogar Stick-Skalenübungen?

Danke im voraus
Jan
Antworten
13.10.2016, 19:19,
#9
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
(03.10.2016, 20:09)Yitar schrieb: Hallo,
nach einer langen Pause (Augen OPs).
Nachdem ich Steve Adelson's STICKOLOGY mit Mühe aus AmE to DE transponiert habe, ist mir klar, dass die Geometrie der Intervalle das Wichtigste für die Orientierung auf dem Stick-Griffbrett ist.
Für die Fingersätze der linken Hand auf den Basssaiten in Quinten, versuchte ich von der Violoncello-Technik zu lernen. Die erste Lage mit den leeren Saiten ist für das Tappen vor dem Dampfer unbrauchbar. Bisher habe ich noch kein Schema für Skalen mit Lagenwechsel gefunden. Welcher Stütz-Finger, wo hin gehört.
Hat jemand irgendein Link zu Cello oder sogar Stick-Skalenübungen?

Danke im voraus
Jan

Hi Yitar,
blöd wenn die Augen nicht mehr wollen, ich hoffe Deine OP's
waren nicht nur für die behandelnden Aerzte ein voller Erfolg...

...nun IMHO wie immer, auf den ersten Blick könnte man glauben,
dass aufgrund der vergleichbaren Tonlage (mit dem Cello)
der mittleren Töne der Basseite man eben die Cello Fingersätze
übernehmen könnte...

..Ich halte dies für ungeeignet. Viel besser sind die vier Griffarten
der Violine, man staunt, die ist doch viel höher klingend...

...richtig, aber die Cello Griffweise setzt in der ersten Lage zB. Leersaiten
voraus. Auf dem Stick gibts aber weder Leersaiten noch einen
allgemeinen Konsens unter Stickisten, was denn erste Lage wäre...

...und noch schlimmer, auf dem Cello werden bei den drei Griffarten (GA)
stets ein Finger ausgelassen...
...also GA1 --> 1 2 4 --> Halbton (HT) - Ganzton (GT) und der 3 Finger macht Ferien...
...GA2 --> 1 3 4 --> GT - HT und der 2 Finger macht Ferien...
...GA3 --> 1 x 2 4 --> GT - GT der 3 Finger, Pause...

...vgl. dazu Violin Griffarten:

1) 1--2-3--4 GT HT GT
2) 1-2--3--4 HT GT GT
3) 1--2--3-4 GT GT HT
4) 1--2--3--4 GT GT GT

... es kommen so die vier Finger immer der Reihe nach zum Zug,
nur die Distanz unter ihnen ändert sich...

...in den hohen Lagen würde ich aus dem System dann das machen:

1) 1--3-1--3 GT HT GT
2) 1-2--1--3 HT GT GT
3) 1--3--1-2 GT GT HT
4) 1--3--1--3 GT GT GT

...also Finger 1,3 für GT und 1,2 für HT...
...aber das ist eigentlich nur modifizierte Violintechnik...

...und ein Haufen Arbeit wartet da, aber die lohnt sich alleweil...
Antworten
13.10.2016, 22:20,
#10
RE: Treffsicherheit beim Lagen- und Saitenwechsel
...den Link hatte ich noch vergessen...

http://www.stickist.com/viewtopic.php?f=19&t=9340


...
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